Die Datensicherung
Was ist eine Datensicherung ?
Wer macht eine Datensicherung ?
Wann mache ich eine Datensicherung ?
Wofür mache ich eine Datensicherung ?
Worauf mache ich eine Datensicherung ?
Wie oft mache ich eine Datensicherung ?
In welchen Zyklen mache ich eine Datensicherung ?
Was sichere ich ?
Wie sichere ich ?
Wofür der Aufwand ? Ich habe nichts zu sichern – meine Daten sind nicht so wichtig … es passiert schon nichts … ist doch alles gespeichert …
Aber, was wenn – die Urlaubsbilder weg sind, die Texte und Musikstücke, der E-Mail Verkehr der letzten Jahre, die Buchhaltungsdaten, die ganze MP3’s und Filme …
Dann kommt das jammern – wusste ich nicht – hätte ich doch – …
Umso älter eine Festplatte wird (2 -3 Jahre, bei neueren noch eher) ist die Wahrscheinlichkeit eines Defektes umso wahrscheinlicher. Ganz abgesehen von äußeren Einwirkungen wie Blitzschaden oder unabsichtlichen löschen, Diebstahl oder Brand.
Jeder hat auf seinem Rechner Daten, die Ihm am Herzen liegen. Sind es die Downloads, die generelle Einrichtung des PC’s oder unwiederbringliche Urlaubsbilder. Allein nur ein Windows- oder Bedienungsfehler oder ein Virus kann alles zerstören.
Was ist eine Datensicherung ?
Ich schütze meine persönlichen oder Firmendaten vor dem Verlust.
Wer macht eine Datensicherung ?
Alle die, denen Ihre Daten Wert und Lieb sind, und wo es schwer oder unwiederbringlich ist, diese wiederherzustellen.
Wann mache ich eine Datensicherung ?
Die andere Frage, was für ein Aufwand ist es meine Daten wiederherzustellen.
Wofür mache ich eine Datensicherung ?
Für den Fall, das meine Festpaltte kaputt geht oder die Daten aus einem anderen Grund verlustig gehen.
Worauf mache ich eine Datensicherung ?
Ein anderes Medium als meine Festplatte. Ein USB Stick, eine Wechselplatte, ein Bandlaufwerk oder einen anderen Rechner. Im sichersten Fall bewahre ich diese Sicherung auch an einem anderen Ort auf.
Wie oft mache ich eine Datensicherung ?
Ändert sich wesentliches oder ändert sich viel, oder ist es mit großem Aufwand verbunden die Änderungen wiederherzustellen, oder muss ich aus rechtlichen Gründen verschiedene Stände meiner Daten aufbewahren.
In welchen Zyklen mache ich eine Datensicherung ?
Habe ich Daten, die einer täglichen Veränderung unterliegen, oder kann ich es nicht absehen, wieviel oder was sich ändert, ist ein Sicherungszyklus zu empfehlen.
Was sichere ich ?
Sichere ich nur meine Daten ? Sichere ich das komplette System ?
Man sollte eine komplett Sicherung des Systems haben, allein im Zeitalter der Billig-ist-geil Computer, wo nur eine Recovery CD mitgeliefert wird und im Falle der Wiederherstellung alles verloren wäre.
Dazu gehört eine regelmäßige Sicherung der eigenen Daten auf was auch immer.
Wie sichere ich ?
Hat sich relevantes am System geändert, habe ich grosse Datenmengen aufgespielt, ist mein Rechner alt .. dann direkt wann die Änderungen erfolgt sind.
Zu Sicherungskonzepten
Meinen privaten PC kann ich mit einer alten Vollsicherung, einer automatischen Registrysicherung und dann und wann mit einer Sicherung meiner Eigenen Dateien und Bildern vor dem Totalverlust retten.
Sind gewerbliche Daten im Spiel, muss ich ein Sicherungskonzept entwickeln.
Die klassische Methode ist, gar nicht zu sichern … mangels an Geld, Mangels an Entscheidung oder Bewußtsein für die Gefahr.
Habe ich mehrere PC’s, evtl. einen Server oder zentralen Rechner, dann geht es an das Eingemachte.
Wir wollen ja alle Geld sparen, und Sicherungsmechanismen sind nur lästig.
Dabei sei gesagt, jede Sicherung die ich nicht brauche – ist eine gute Sicherung !
Habe ich ein kleines Netzwerk, aber keinen zentralen Rechner, dann nehme ich eine Wechselplatte, die ich im Turnus an alle Rechner hänge und die wesentlichen Daten sichere.
Hängt mir etwas an der schnellen Wiederherstellung dieser PC’s, muss ich mir eine Software wie den Norton Ghost oder Acronis Image kaufen, und System Images auf der Wechselplatte ablegen. (pro PC ca. € 80,-)
Habe ich einen zentralen Server, wo alle Bewegungsdaten liegen, kann ich auf diesen auch alle Arbeitsstationen sichern und dann insgesamt die Bewegungsdaten und die Arbeitsstationssicherungen auf eine externe Festplatte sichern.
Muss ich Versionsstände aufheben, habe ich große Datenmengen und ein kleines Zeitfenster, komme ich nicht um teure Bandlaufwerke, Sicherungssoftware und deren Datenbänder hinweg.
Dabei ist die klassische Sicherung die GFS Rotation (Grandfather, father & son).
D.h., ich verwende ein Bandlaufwerk oder einen Bandwechsler, der über die Sicherungssoftware einen Zyklus von 4 Wochentagsbänder, ein Wochenband, ein Monatsband und ein Jahresband erstellt.
Ein Workaround für diese GFS Rotation ist, man installiert einen „kleinen“ Not-Sicherungs-Server mit etwas gößeren Platten und macht dort einen „Robocopy“, d.h. eine Kopie der Daten mit entsprechender Vorhaltung, und mit dem Vorteil diesen „Sicherungsserver“ im Notfall auch als Ersatzserver zu verwenden.
Das wird schwierig, wenn direkte Datenpfade aus Anwendungen oder Netzwerkdrucker verwendet werden.
Die richtige Sicherung richtet sich immer an dem Geldbeutel, dem Verständnis und die Notwendigkeit wie oft muss ich sichern und wie schnell muss diese Sicherung auch wiederherstellbar sein.
Dabei sind Serverspiegelung, Raidsysteme und Server-Standby-Systeme nicht diskutiert.
Leider ist es im Großteil der Bewusstseine verankert, Datensicherung ist nicht notwendig, weil die Rechner sind so schnell und so gut, Datensicherung darf nichts kosten und uns passiert schon nichts.
Das macht es den Beratern und Systemadministratoren sehr schwer.
Ich hoffe ich habe mit diesem Artikel eine Anregung gegeben.